Bemerkenswert

Erster Blogbeitrag

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

Nachdem ich die letzten Jahre immer wieder vergeblich versucht habe ein Reisetagebuch zu schreiben und mir viele Erinnerungen nicht mehr ganz so präsent sind, da mein Gedächtnis mit den Jahren ja auch eher schlechter als besser wird, nutze ich nun die moderne Technik, meinem Gedächtnis immer wieder auf die Sprünge zu helfen.

 

Das beste Land der Welt

Als wir uns heute Morgen in den Shuttlebus setzen, ahnt Little Girl von nichts. Als wir aus dem Shuttlebus aussteigen, ist sie vollkommen aus dem Häuschen. „Das beste Land ever.“ Naja geht so, aber was tut man nicht alles, um die Kinder glücklich zu machen.

Corona hat auch was Gutes, neben der Entschleunigung im Alltag, sind hier die Ansammlungen von Menschen wirklich überschaubar und wir sehen, bei unserem insgesamt 3. Besuch, viel mehr als bei den ersten beiden Besuchen zusammen. Die Schlangen sind zwischen 0 und maximal 10 min. Lediglich bei Peter Pans Fly müssen wir anfangs etwas länger stehen. Ich vermute es gab einen technischen Defekt oder das Desinfektionsmittel war alle. Sie sind hier mit ihrem Hygienekonzept gut aufgestellt. Alles scheint wie immer. Die Umbauarbeiten passen gut ins Gesamtbild, überall gibt es Desinfektionsmittel und die Besucherzahlen sind stark reduziert, vom Mundschutz mal ganz zu schweigen. Wir haben sogar die Möglichkeit einige Attraktionen mehrmals zu erleben. Lediglich der Star Wars 4D-Simulationsflug kommt, zumindest bei Little Girl und mir, nicht gut an. Little Girl hat ziemlich Angst, kann man sie ja noch nicht einmal zum Kettenkarussell überreden und mir ist speiübel. Happy Wife hat jedoch ihren Spaß.

Am Ende des Tages wird beim Essen im Disney Village darüber philosophiert was das Coolste war. Für Little Girl waren wir es. Ob sie das in 3 Jahren auch noch sagen wird?!

Zahnlos

Der Wecker klingelt 6:00 Uhr, viel zu früh. Aber wir haben heute ein Stück weg vor und wir wollen 8:00 Uhr starten. Ganz 8:00 Uhr schaffen wir nicht, aber wir liegen im akademischen Viertel.

Die Fahrt ist soweit ganz okay, ein kurzer Stau um Bordeaux, Little Girl verliert einen Zahn (im wahrsten Sinne des Wortes, – ich persönlich glaube ja, dass sie ihn verschluckt hat, aber alles was oben reinkommt, kommt auch irgendwann wieder raus), ein langer Stau um Paris (ich hasse Paris-zumindest den Verkehr). Irgendwie schaffen wir es hier immer auf der Autobahn zu sein, wo gerade Stau ist.

Wir kommen gegen 18:30 Uhr im Hotel an und gönnen uns noch eine schlechte TK-Pizza und einen Salat, der wohl schon vor zwei Tagen in die Tonne gehörte. Das Bier für 7,50€ schmeckt zumindest. Little Girl dreht noch eine Runde auf dem benachbarten Spielplatz und liest eine Runde Gregs Tagebuch, damit sie besser einschlafen kann. Na dann gute Nacht!

Ein letzter Tag

10:00 Uhr haben wir nicht ganz geschafft, aber fast. Wir nehmen diesmal das Parkhaus direkt am Strand. Ein kurzer Kaffee und dann ab an den Strand. Little Girl muss sich gleich ins Wasser stürzen. Das Wasser ist relativ ruhig und warm. Wir schwimmen zweimal bis zur Boje, na Little Girl nur einmal, bevor wir unsere Sachen zusammenpacken und uns ein letztes Eis gönnen.

Happy Wife bringt in der Zwischenzeit die Wohnung wieder in ihren Ursprungszustand.

Auf dem Rückweg noch einmal tanken und kurz noch etwas Obst für die Heimreise gekauft.

San Sebastian ist auf jeden Fall eine Reise wert, ein erstes Mal wird hoffentlich kein letztes Mal sein.

Morgen machen wir uns auf den Rückweg, über Paris – Disneyland, in die Heimat und Little Girl hat keine Ahnung, welcher Zwischenstopp auf sie wartet.

Letzte Post

Der Morgen startet mehr als entspannt. Erst weit nach 12:00 Uhr kommen wir los, nach San Sebastian. Little Girls Strand ruft uns. Gestern war hier ziemliche Flut, sodass der Strand extrem geschrumpft war. Heute ist es auf jeden Fall etwas besser, aber gegen 15:00 Uhr setzt auch heute die Flut ein und wir müssen unsere Sachen zusammenpacken. Little Girl ist ein wenig traurig, kann aber mit einem Frappuccino schnell aufgeheitert werden. „Morgen fahren wir auf jeden Fall früher, 10:00 Uhr.“ Na ob das was wird? Wenigstens haben wir jetzt noch genug Zeit, um irgendwo Briefmarken für die letzten beiden Postkarten zu erstehen.

Heißer Sonntag

Es sollen heute 30° werden. Wir fahren an den Strand von San Sebastian, den Strand mit den Wellen. Little Girl wollte eigentlich in die ruhigere Bucht. Sie konnte für den Kompromiss ein Eis rausschlagen. Auf dem Weg zum Strand kommen wir an einer kleinen Bäckerei vorbei. Sie haben Matcha-Brownies. Ich wage es und kaufe einen. Er war mega lecker. Leichter Matchageschmack und nicht süß.

Die Wellen wechseln sich heute ab, mal ruhig, mal hoch brechend. In der Wärme sind sie allerdings genau die richtige Erfrischung.

Nach dem Strand gehen wir ein paar Tapas in der Altstadt essen. Ebenfalls sehr lecker. Anschließend bummeln wir noch ein wenig durch die engen Gassen von San Sebastian.

Wir beenden den Tag mit dem Verrückten Labyrinth Harry Potter Edition und eine Runde SKIP-BO. Es geht unentschieden aus.

Das Santa Barbara von Frankreich

Heute soll es warm werden. Die Sonne lacht schon am Morgen und wir wollen nach Saint Jean de Luz, einem Küstenstädtchen auf der französischen Seite, welches wir am Nationalfeiertag auf dem nach Biarritz kurz bestaunen konnten. Aus einer geheimen Quelle habe ich gehört, dass der Campingplatz high class sein soll. Falls wir irgendwann mal mit dem Womo die Atlantikküste entlangcruisen, werden wir hier ganz sicher halt machen.

Die Fahrt ist überschaubar, wir haben uns einen der letzten Parkplätze im Parkhaus gegriffen, direkt am Strand. Bevor wir aber an der Strandpromenade ankommen, muss Little Girl einen Hot Dog verspeisen – dieser ist hier mit Würstchen und Boulette (wie man zu Hause sagt). Merkwürdige Kombination, Little Girl scheint es zu schmecken.

Die Strandpromenade führt uns anschließend in die Altstadt. Wunderschöne kleine Straßen – zum Teil erinnert es mich an Santa Barbara. Hier war ich auch gleich verliebt.

Bevor dann noch den Strand testen kehren wir in eine Crêperie ein. Es gibt Crêpes mit Karamell, gesalzener Butter und Apfelstücken zum Teil mit einer Kugel Vanilleeis, ein Crêpe mit Maronencreme und ein Galette mit Raclettekäse – äußerst lecker.

Der Strand ist ziemlich voll, wenig überraschend, denn es ist Wochenende. Wir schwimmen eine Runde im verhältnismäßig ruhigen Atlantik. Von Surfern ist hier keine Spur, aber ich vermute, sie lauern hinter der Bucht.

Umwerfend

Der Tag beginnt grau. Ab Mittag soll die Sonne rauskommen und wir wollen zum Strand. Und tatsächlich, als wir nach San Sebastian reinfahren, klart der Himmel auf und Klärchen zeigt sich. Das Wasser sieht ruhig aus. Ob das mit Bodyboard heute etwas wird? Little Girl will es trotzdem mit zum Strand nehmen. So machen wir uns, nach einem heißen Kaffee in unserem Lieblingkaffeeladen, auf den Weg zum Strand.

Wir kommen an einem Skateboardstand auf der Straße vorbei und ich bin gleich verliebt. Weniger in die Boards als in die flexiblen Achsen. Man kann fahren ohne sich abzustoßen.

Am Strand angekommen, das Wasser sieht ruhig aus und der Strand ist nahezu leer, gehen wir gleich ins Wasser. Die erste Welle wirft mich gleich um. Das Wasser ist nahezu glatt und trotzdem brechen sich 1m hohe Wellen am Strand. Auch Little Girl wirft es einmal um. Der Schreck sitzt etwas, aber wir haben trotzdem zusammen unseren Spaß.

Happy Wife besorgt noch ein paar T-Shirts für den nächsten Sommer und Little Girl ist happy.

Den Abend beschließen wir, nachdem umwerfenden Wellenereignis mit Haare waschen und trotzdem bleibt noch etwas Restsand auf Little Girls Kopf.

Ein Tag ohne Pläne

Wir pendeln uns so langsam bei 10:30 Uhr ein – der Tag beginnt. Wir haben heute keine Pläne. Little Girl will gern zu Hause bleiben, aber wir „Alten“ wollen raus, nicht lang aber ein wenig. Little Girl weist großes Verhandlungsgeschick auf und beugt sich dann der Mehrheit.

Aus nicht wenig wird doch ein bisschen mehr und wir sind erst gegen frühen Abend zurück. Little Girl hat ihre Shoppinglust entdeckt. Viele Mitbringsel sind in den vergangenen Tagen für die besten Freundinnen erstanden worden. Gern wäre es heute noch mehr geworden, soviel Platz hat sie im Rucksack allerdings nicht und das Taschengeld ist auch irgendwann aufgebraucht. Dafür füllt sich der Koffer mit neuen T-Shirts und neuen Partnerbadeshorts fürs nächste Jahr.

Der nächste Sommer kann also kommen.

Das Trimagische Turnier

Es regnet. Den saftig grünen Bergen tut es gut und auch uns tut die Pause heute gut.

Little Girl hat sich einen Haustag gewünscht und, dass wir endlich mal im Buch weiterkommen. Viel zu lange haben wir uns mit den ersten 200 Seiten aufgehalten. Der Plan von Little Girl ist, bis Ende des Urlaubs, das Buch durchgelesen zu haben. Das wird wohl nichts, aber vielleicht schaffen wir es bis Ende der Ferien. Sportliche Herausforderung. Mittlerweile haben wir die Hälfte des Buches geschafft, dank unseres heutigen Lesemarathons im Bett, ganz gemütlich. Ganze 75 Seiten des Trimagischen Turniers – die eingefleischten Fans, wissen über welches Buch ich schreibe, haben wir heute geschafft. Zwischenzeitlich hat sich Little Girl gelangweilt, weil die Protagonisten über zwei Kapitel eine Meinungsverschiedenheit hatten. Zum Glück ist das jetzt überstanden und die Freude beim Zuhören ist ungeteilt. So komme ich auf meine alten Tage noch dazu dicke Bücher zu lesen. Auch schön! Bemerkenswert wieviel bei Verfilmungen von Büchern doch ausgespart wird.

Insgesamt ein sehr entspannter Tag, überwiegend in der Waagerechten bzw. Halbwaagerechten.